Raus aus schlechten Verträgen!

Dez 3rd, 2007 | By Axel Büscher | Category: Veröffentlichungen

Montag, 26. November 2007
Riester-Rente
Raus aus schlechten Verträgen
Die jüngsten Testergebnisse der Stiftung Warentest zeigen es mal wieder:
Bei der Riesterrente gibt es große Qualitätsunterschiede. Beim Vergleich
von Riester-Rentenversicherungen zahlten die besten Anbieter bis zu 21
Prozent mehr aus als die schlechtesten. Auch bei Fondssparplänen gibt es
eindeutige Gewinner.
Es ist ärgerlich, festzustellen, dass man aufs falsche Pferd gesetzt hat.
Doch zum Glück kann man auch bei Riesterprodukten umsatteln. Egal ob
Rentenpolice, Fonds- oder Banksparplan - mit einer Frist von drei
Monaten zum Quartalsende kann jeder seinen Vertrag kündigen. Die
gewährten Zulagen bzw. Steuervorteile bleiben erhalten, sofern das
Vermögen in einen neuen Riestervertrag überführt wird. Gibt man das
Riestern dagegen völlig auf, muss man die stattliche Förderung
zurückzahlen.
Eine Besonderheit von Riesterprodukten ist die Mindestverzinsung. Diese
ist allerdings erst zum Rentenbeginn garantiert. Das heißt: Wer vorher
aus einem Fonds oder einer Rentenversicherung aussteigt, kann sich
nicht auf den Garantiezins verlassen.
Zum Abschied Gebühren
Kostenlos lassen die Anbieter ihre Riester-Sparer nicht ziehen. Bei Bankund
Fondssparplänen liegt die Kündigungsgebühr üblicherweise zwischen
25 und 150 Euro. Bei Fonds muss man zudem den bereits gezahlten
Ausgabeaufschlag abschreiben. Das ist aber harmlos im Vergleich zu den
Verlusten, die einen bei der frühzeitigen Kündigung einer Renten- oder
Fondspolice erwarten. Hier bekommt man mitunter sehr viel weniger
heraus als man eingezahlt hat. Das liegt an den Abschlussgebühren, die
bei Riesterprodukten während der ersten fünf Jahre abgezahlt werden.
Bei Verträgen, die bis einschließlich 2004 abgeschlossen wurden, sind es
zehn Jahre. Wechselt man zu einer anderen Versicherung, fallen
wiederum neue Abschlusskosten an.
Das drohende Verlustgeschäft sollte aber niemanden dazu bringen, an
einem Produkt festzuhalten, mit dem er nicht zufrieden ist. Denn der
einmalige finanzielle Schaden lässt sich durch bessere Renditen leicht
kompensieren. Schon ein Zinsunterschied von einem Prozentpunkt bringt
bei langen Laufzeiten leicht über 10.000 Euro Mehrertrag. Problematisch
wird es nur, wenn die Zeit bis zur Rente knapp ist. Dann können die
Wechselkosten oft nicht mehr ausgeglichen werden.
Übrigens: Wer seinen Riester-Vertrag nicht mehr besparen kann,
braucht nicht gleich kündigen. Denn dabei geht die staatliche Förderung
verloren. Sinnvoller ist es, den Vertrag beitragsfrei zu stellen. Dann
fließen zwar keine neuen Zulagen mehr, doch wenigstens bleiben die
Bestehenden erhalten und werden zusammen mit dem angesparten
Kapital verzinst.

Quelle

Adresse:
http://www.n-tv.de/881846.html

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